Verein
TSV Waging

Alina SprungAlina Hofmann holt sich die
Silbermedaille im Gerätturnen (LK1) am Sprung

Deutschlandcup an 4 Geräten in Bad
Düben bei Leipzig am vergangenen Wochenende war eine Reise wert –
hervorragender 10. Platz im Vierkampf für die Waginger Kunstturnerin.

Am vergangenen Freitag machte sich der Waginger „Tross" auf
nach Sachsen. Neben der TSV – Spitzenathletin mit ihren Trainerinnen Susi Mayer und Lena Eder gehörte ein kleiner Fanblock, bestehend aus der Familie von Alina, zur oberbayerischen Sportreisegruppe. Für den am Samstag stattgefundenen Wettkampf durfte man sich berechtigte Hoffnungen auf eine gute Platzierung machen, da die Waginger Regionalligaturnerin (hier geht sie in der deutschen
Turnliga für den TSV Tittmoning an den Start) die Qualifikation auf Landesebene mit großem Vorsprung für sich entscheiden konnte. Beim Bayerncup vor ca. 6 Wochen in Unterföhring sicherte sich Alina an den Geräten den Gesamtsieg und den bayerischen Titel mit 50,30 Punkten (Platz 1 am Sprung, Platz 2 an Boden und Stufenbarren sowie Platz 3 am Balken). Dort erreichten Susanne Lacher aus
Geiselhöring und Adele Wittmanova aus Würzburg ebenfalls die Startberechtigung auf Bundesebene.

 

Das Einturnen für den Vormittag abgehaltenen Wettkampf verlief einigermaßen nach Plan, auch
wenn die bayerischen Turnerinnen ihre liebe Mühe mit den dort verwendeten
Gerätschaften hatten. Auf Landesebene und auch in der deutschen Turnliga werden
die Wettkämpfe von einem anderen Ausstatter bestückt und somit waren
Barrenholm, Sprungbrett, Bodenfläche usw. völlig ungewohnt. Alina begann am
Boden mit ihrer Kür, zeigte hohe akrobatische Schwierigkeiten und
Sprungkombinationen – fast alles ohne „Wackler" in den sauberen Stand. Der
angezeigte Ausgangswert von 15,70 Punkten ließ auf einen perfekten
Wettkampfstart hoffen, da keine großen Abzüge zu erwarten waren....das
Kampfgericht – übrigens war keines der Geräte mit einer bayerischen Vertretung
besetzt worden – sah dies jedoch anders und „belohnte" die Bodenübung mit „nur"
12,80 Punkten. Davon ließen sich aber weder die Athletin, noch die Trainerin
beeindrucken, und man ging nach kurzer Pause an den Sprung. Gleich der erste
Versuch gelang – Alina zeigte einen Zukahara gebückt mit einem Ausgangswert von
15,20 Punkten – und somit war die Anspannung beim zweiten Sprung wohl etwas zu
wenig. Dieser Versuch misslang.....egal, die Wertungsrichter zeigten eine 13,30
auf der Anzeige.....diese Wertung sollte nur noch von einer Turnerin aus dem „40er-Feld"
um 0,30 Zähler getoppt werden. Am Stufenbarren – dieses Gerät folgte als
nächstes – musste Alina die geplanten Elemente sehr kurzfristig ändern, das
hieß, sie konnte nicht alle trainierten „Teile" präsentieren....der sehr weiche und
stark nachfedernde Holm sorgte für Zweifel, auch bei der Trainerin. Die
gezeigten Elemente, z.B. Riesenfelge, Holmwechsel usw. brachten aber immer noch
einen Ausgangswert von 14,80 Punkten auf die Anzeige. Auch die Abzüge hielten
sich in Grenzen, da die wertenden Kampfrichter an diesem Gerät „ihr Ding" sehr
gut zu beurteilen wussten. Den Wettkampfabschluss bildete der Schwebebalken,
auf dem die Wagingerin zuletzt sehr viele Stunden verbracht hatte. Alina zeigte
eine fast komplett fehlerfreie Übung, gespickt mit zahlreichen Sprüngen und
Kombinationen, Rückwärtssalto, Mini-Kelli, Radwende usw. und das erste mal
einen Vorwärts-Salto-Abgang mit ganzer Schraube. Leider war auch dieser
Kampfrichtertisch nicht gerade „Bayernfreundlich" und zückte gerade einmal
12,35 Punkte. In der Addition aller 4 Geräte kam Alina auf 50,05 Punkte, was am
Ende den hervorragenden 10. Gesamtrang – 40 Turnerinnen aus den 16
Bundesländern waren am Start – bedeutete. Die mitgereiste Delegation aus der
Seegemeinde war voll zufrieden – ein Top-Ten Ergebniss hatte man erhofft, aber
nicht erwartet – auch wenn die völlig unverständlichen Wertungen an Boden und
Balken zu lang anhaltenden Diskussionen führten.

Das erste Halbjahr verlief für Alina Hofmann sehr erfolgreich, jedoch ist heuer noch
einiges geplant. Ende Juli wird sie mit ihrer Vereinskollegin Franziska Mack
nach  Bruchsal bei Karlsruhe reisen, um
dort die Qualifikation zur deutschen Mehrkampfmeisterschaft (deutscher
Sechskampf – 3 x Turnen + 3 x Leichtathletik) nach zu holen. Franziska war bei
der bayerischen Mehrkampfmeisterschaft verletzt, Alina mit dem TSV Tittmoning
bei den „Bavarian Open" im Einsatz. Auch hier rechnen sich die beiden jungen
Damen den Erfolg aus, der zur Teilnahme an der deutschen Meisterschaft im
September in Kiel berechtigt. Im Spätherbst geht es weiter mit der
Regionalliga, hier möchte Alina unbedingt den Aufstieg in die Bundesliga
schaffen – der Grundstein wurde beim Auftaktwettkampf mit dem Sieg ihrer
Mannschaft - dem TSV Tittmoning - bereits gelegt. Am meisten aber wünscht sie
sich eine andauernde Verletzungsfreiheit, denn zahlreiche kleinere und größere
Blessuren haben die Spitzensportlerin in der Vergangenheit sehr oft wieder eine
Etage zurückgeworfen.

Alina Boden

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